Ewiger Frühling an der Riviera Côte d’Azur

Ihr Ihr Urlaub beginnt im Reisebuero Weltweitreisen in Eugendorf bei Salzburg - hier am Rande der Altstadt von Villefranche-sur-Mer, Südfrankreich, Côte d'Azur, © Peter Krackowizer, Reisejournalist Knapp 40 Kilometer wildromantische Felsküste mit subtropischer Vegetation, Orte mit italienischem Flair, in denen man aber Französisch spricht, wo es keinen Winter gibt, dafür aber stets frühlingshaftes Wetter - in weniger zwei Flugstunden bringt FlyNiki Besucher von Wien nach Nizza (Flugplan, Stand Winter 2012/13) in diese südöstlichste Region Frankreichs an die Riviera Côte d’Azur am Mittelmeer.

„Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt“ meinte Konfuzius, „jeder eine Reise an der Côte d’Azur hat ihr Thema: auf den Spuren von Jean Cocteau“. Cocteau, in der Nähe von Paris 1889 geboren und dort 1963 gestorben, liebte die Côte d’Azur. Der Schriftsteller, Regisseur und Maler hinterließ zahlreiche Kunstwerke. Severin Wundermann, ein Verehrer Cocteau, sammelte 1 800 Werke von ihm. Die Stadt Menton, ganz an der französisch-italienischen Grenze gelegen, widmete beiden ein neues, elegantes Museum direkt am Meer.

Menton

Doch es gibt noch andere Gründe Menton zu besuchen. Da wären einmal die Zitronen, denen alljährlich ein Fest gewidmet ist (zum 80. Mal vom 16. Februar bis 6. März 2013). Zitronen bestimmen den Geschmack dieser Stadt: Zitronenmarmelade, Zitronenlikör (Limoncello de Menton) und Zitronenparfums (nicht weit von Menton ist das Parfumzentrum Frankreich, Grasse). Interessant ist auch der Trauungssaal im Rathaus. Der mit dunkelroten Samtstühlen und schweren Vorhängen ausgestattete Raum wurde von Jean Cocteau mit recht eigenwilligen Zeichnungen dekoriert. Ein weiterer Grund zumindest zwei Nächte, z. B. im Hotel Napoléon zu verbringen, das an der Promenade liegt und auch eine eigene Cocteau-Suite hat, ist die Kulinarik. Wer französisches Essen mit italienischem Einschlag liebt möge ins Restaurant Port Garavan am neuen Hafen gehen. Der Chef ist Italiener. Wer einmal ausgefallen speisen möchte, ist im Restaurant Le Mirazur (zwei Sterne von Michelin), bei Mauro Colagreco aus Argentinien an der richtigen Stelle. Neben hervorragendem Essen genießt man auch einen herrlichen Blick über Menton und die Küste, schönes Wetter vorausgesetzt. Nicht versäumen sollte man einen Spaziergang durch seinen Garten, der ein Obst-, Gemüse- und Kräutergarten in einem ist.

in der Villa Santo Sospir, Cap Ferrat, Südfrankreich, Côte d'Azur, © Peter Krackowizer, Reisejournalist
Blick auf die Altstadt von Menton, Südfrankreich, Côte d'Azur, © Peter Krackowizer, Reisejournalist
in 'au Pays du Citron' in Menton dreht sich alles um die Zitrone, Südfrankreich, Côte d'Azur, © Peter Krackowizer, Reisejournalist
Restaurant Le Mirazur von Mauro Colagreco in Menton, Südfrankreich, Côte d'Azur, © Peter Krackowizer, Reisejournalist
Zitadelle von Villefranche-sur-Mer, Südfrankreich, Côte d'Azur, © Peter Krackowizer, Reisejournalist

Cap Ferrat

Auf einer der drei in Fels gebauten ‚Corniches‘, Panoramastraßen hoch über dem Meer, geht es, vorbei an Monte Carlo, Cap-d’Ail, dem Bergdorf Eze, auf die Halbinsel Cap Ferrat. Die berühmteste Villa des Kaps ist jene von Ephrussi de Rothschild. Villa und Gärten kann man besichtigen, zur einen Seite des Kaps sieht man das Fürstentum Monaco, zur anderen Nizza, dazwischen den Ort Villefranche-sur-Mer. Doch dazu später. Das bekannteste Hotel der Halbinsel ist das fünf-Sterne-de-Luxe „Grand Hôtel du Cap Ferrat“. In seiner Nähe befindet sich die Villa Santo Sospir, die von Francine Weisweiller, in den 1950er Jahren erworben wurde und besichtigt werden kann. Weisweiller, Freundin und Förderin von Jean Cocteau, ließ alle Räume von ihm mit interessanten Zeichnungen versehen und so die ganze Villa zu einem Kunstwerk gestaltet. Übrigens, auch Eliette und Herbert von Karajan waren dort zu Besuch gewesen.

Villefranche-sur-Mer

Der nur wenige Kilometer entfernte kleine Ort Villefranche-sur-Mer mit seinen nicht einmal 6 000 Einwohnern ist nun der ideale Übernachtungsort. Um nur einen Euro pro Strecke kann man hier mit dem Bus entweder ins nahe Nizza (vielleicht, um den Karneval von Nizza zu erleben) oder nach Monte Carlo fahren. Und Sie bleiben Ihrem Reisethema – auf den Spuren von Jean Cocteau – treu: Sie können im vier Sterne Hotel Welcome direkt am Hafen von Villefranche-sur-Mer absteigen, in dem der Künstler logierte, während er die danebengelegene Kapelle der Fischer mit seinen Zeichnungen dekorierte. Im Restaurant „La Mère Germaine“, wenige Schritte neben dem Hotel, ging er essen. Und nicht nur er. Auch Liza Minelli, Roger Moore, Sean Connery, Harry Belafonte, Mel Gibson oder Boris Jelzin waren dort Gäste. Der Besitzer Rémy Blouin erzählt Ihnen gerne davon!

Sehenswert ist Villefranche mit seinen romantischen Gassen (in der „Rue Obscure“ drehte Jean Cocteau einen seiner Filme), der Zitadelle mit ihren Museen oder den Lokalen an der Hafenpromenade allemal. Weil es hier auch winters (fast) nie kalt ist, kann man (fast) immer im Freien Frühstücken und Mittagessen, übrigens zu Preisen, die durchaus bezahlbar sind.

Peter Krackowizer, Reisejournalist, im Herbst 2012

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